Beauty, Interview
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INTERVIEW: André Märtens; Head of Hair über die Berlin Fashion Week

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Seit der ersten Berlin Fashion-Week ist André Märtens erfolgreich als „Head of Hair“ hinter den Kulissen tätig.
Über 35 Shows werden für durch André Märtens als „Head of Hair“ und das Atelier Artistique Team von L’Oréal Professionnel betreut und mehr als 40 Friseure arbeiten pro Show im Backstagebereich. 
Hier ein kleiner Einblick in das Fashion-Week Leben von André Märtens:
 
Wie groß ist Ihr Team in Berlin?
„Mein Team ist besteht in dieser Saison aus 40 Friseuren und Friseurinnen des „Atelier Artistique“ von L’Oréal Professionnel. Aus ganz Deutschland reisen die Besten an. Von Hamburg bis München, von Dresden bis Köln ist jemand dabei! Eine großartige Auszeichnung für jeden Hair-Stylisten, der dabei sein darf! Es macht einfach riesigen Spaß, mit den besten Kollegen und Kolleginnen des Landes zusammen zu arbeiten. Hier tauscht man sich auch über Trends, deren Interpretation und Techniken aus! “
 
Ihr typischer Fashion Week Tag?
Mein Tag beginnt meist 5.00 Uhr morgens. Das Wichtigste für mich ist, gut zu Frühstücken, denn wenn Das Atelier Artistique – André Märtens‘ Team! die Arbeit für die Schauen beginnt, dann gibt es oft nur wenige Pausen, um wieder etwas zu essen! Um 7 Uhr starten die Vorbereitungen für die erste Show. Das gesamte Team steht dann bereit, der Look wird noch einmal besprochen, dann wird losgelegt.
Sobald alle Models fertig sind und für den ersten Run im Line-up stehen, stehe ich mit einem Kollegen/in noch mal für die letzte Prüfung oder das letzte Touch-up bereit, damit kein Model rausgeht, das nicht optimal aussieht. Sobald der letzte Run gelaufen ist, gehe ich sofort in den Backstage-Bereich der nächsten Show, wo das Team bereits mit den Vorbereitungen der Haare für die nächste Show begonnen hat. Zwischen acht und zehn Shows werden täglich gestylt, da bin ich tout le jour eingespannt, oft ohne Pause von einem Backstage Bereich in den Nächsten unterwegs. Nach der letzten Show, manchmal erst um 22 Uhr gehe ich schnell nach Hause und schlafe, sonst wird der nächste Tag schwierig.
 
Welche Models haben Sie schon frisiert?
„Toni Garrn, Julia Stegner, Tatjana Patitz, Inés Sastre, Franziska Knuppe, Eva Padberg, Felix Schöpgens, Sarah Nuru, Lena Gehrke, Barbara Meier, Rebecca Mir und viele mehr!“
 
Für welche Designer arbeiten Sie dieses Jahr?
Wie in den vergangenen neun Saisons mache ich mit meinem Team mehr als 80 % aller Schauen im Zelt der Berlin-Fashion-Week. So arbeite ich dieses Jahr beispielsweise für Escada Sport, Lena Hoschek, Laurèl, Mongrels in Common, Perret Schaad, Guido Maria Kretschmer, Blacky Dress, Kaviar Gauche, Kilian Kerner, Hien Le und Stephan Pelger.
 
Finden Sie auch Zeit, sich selbst die Mode anzuschauen?
„Während der BFW kann ich mir keine Show aus dem Zuschauerraum ansehen, denn wir sind ja Backstage live am Arbeiten. Dadurch bin ich auf andere Weise sogar noch näher dran. Das beginnt bereits Tage vorher, wenn ich den Look für die Haare mit dem Designer erarbeite und festlege.
Ich sehe die Mode am Model backstage und ich kann die gesamte Show am Monitor verfolgen. Ich sehe mir die Schauen allerdings alle nach der Fashion Week noch einmal an, um mir den Gesamtlook noch mal vor Augen zu führen. Und um die Arbeit noch einmal selbstkritisch zu beurteilen.“
 
Woher kommen die Ideen für die Frisuren auf der MBFW?
„Die Inspirationen und Vorstellungen, die Designer beispielsweise von Haaren haben sind sehr interessant. Ich lasse mich gerne darauf ein, denn so entstehen tolle Looks, die manchmal überzeichnet sind, aber in leicht abgewandelter Form dann auch wirklich außerhalb des Modecircus tragbar sein können.
 Die meisten meiner Ideen allerdings entstehen oft während der Arbeit. Sicherlich spielt dabei auch mein Gemütszustand oder äußere Einflüsse, neue Produkte oder das Model eine wichtige Rolle. Alles kann inspirieren, die Haare eines Model können für eine bestimmten Style toll funktionieren, oder es ist der Moment, indem auch unbeabsichtigt etwas gelingt. Es ist ein Gefühl, manchmal auch eine Vision. Ich mache mir Gedanken und versuche mich immer weiterzuentwickeln.

Quelle Interview: L’Oréal Deutschland / Bild via LOREAL PROFESSIONNEL

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